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Presseinformation

FWA unterstützt Schulprojekt „Graffiti im Unterricht"

Die Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH (FWA) unterstützt das Schulprojekt „Graffiti im Projektunterricht". Die entsprechende Vereinbarung für die Jahre 2008, 2009 und 2010 unterzeichneten am Montag, 31. März 2008, Markus Derling, Beigeordneter für Ordnung und Sicherheit und Vertreter für den Kommunalen Präventionsrat der Stadt Frankfurt (Oder), Winfried Bellgardt, Vertreter des Frankfurter Kunstverein e. V. und Gerd Weber, Geschäftsführer der FWA.
Weite Teile der Bevölkerung nehmen Graffitis als Schmiererei und Ärgernis wahr. Besonders die kurzen Tags (Signaturkürzel) empfinden viele als Verunstaltung und puren Vandalismus. Andererseits gelten Graffitis als ein zentrales Ausdrucksmittel urbanen Lebensgefühls und stellen somit auch eine Form von Kunst im öffentlichen Raum dar. So sind die Graffitis auf der Berliner Mauer weitgehend gesellschaftlich anerkannt.
Besonders unter Jugendlichen finden Graffitis häufig Anerkennung - ungeachtet der zivil- und strafrechtlichen Folgen. Denn, „wer unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert", macht sich strafbar. Zudem ist die Entfernung des Graffitis von Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln eine teure Angelegenheit. Der Zentralverband der Deutschen Haus- und Grundeigentümer gibt die Kosten hierfür mit bis zu 250 Millionen Euro pro Jahr an.
Um jugendliche Sprayer aus der Illegalität herauszuholen, wurde das Projekt „Graffiti im Projektunterricht" durch den Kommunalen Präventionsrat der Stadt Frankfurt (Oder) ins Leben gerufen. Träger des Projektes ist der Frankfurter Kunstverein e.V..
Das Projekt sieht einen fachübergreifenden Projektunterricht in mindestens drei Frankfurter Schulen jeweils im zweiten Schulhalbjahr der achten Klasse vor, denn hier liegt das Einstiegsalter in die Sprayerszene. Erklärtes Ziel ist die Eindämmung von illegalen Graffiti und Schmierereien, die Verbesserung der objektiven Kriminalitätslage sowie die Steigerung des subjektiven Sicherheitsempfindens der Bevölkerung.
Dabei wird die Entwicklung von Graffiti als Kunstform sowie gelebter Jugendkultur differenziert betrachtet und diskutiert. Die Jugendlichen setzen sich mit den möglichen strafrechtlichen und zivilrechtlichen Folgen beim Sprayen illegaler Graffiti auseinander und erhalten zudem die Möglichkeit, auf zugelassenen Flächen Graffitis ganz legal anzubringen. Künstlerisch begleitet werden Sie dabei von zwei Graffiti-Künstlern. So werden sozialpädagogische, kunstpädagogische und kriminalpräventive Maßnahmen miteinander vereint.
Einen positiven Nebeneffekt hat das Projekt dazu: Die besprühten Kunstwerke werden oft von anderen Sprayern respektiert und in Ruhe gelassen!
Die FWA gehört nun - neben vielen weiteren Partnern, wie z. B. Vertretern des Frankfurter Kunstvereines, den Stadtwerken, des Jugendrechtshauses, der Polizei, des Staatlichen Schulamtes, des Amtes für Öffentliche Ordnung, des Sport- und Schulverwaltungsamtes und einer Frankfurter Malerfirma - zu den Unterstützern und wird natürlich bei Bedarf auch geeignete Flächen zur Verfügung stellen.

Frankfurt (Oder), 31. März 2008